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Wir wollen keinen Dreivierteltagi!

Eine Unterschriftensammlung der Tages-Anzeiger-Redaktion, Unterstützt von comedia und impressum



LeserInnen, JournalistInnen, KollegInnen solidarisieren sich mit den entlassenen «Tagi»-RedaktorInnen.

Mehr als fünfzig Redaktorinnen und Redaktoren des «Tages-Anzeigers» haben Ende Mai die Kündigung erhalten. Einige von ihnen nach jahrzehntelanger engagierter und treuer Arbeit für den «Tagi» und das Haus Tamedia. Weil die Zeitung nach mehr als hundert Jahren riesigen Gewinnen für einmal rote Zahlen zu schreiben droht, wird die Redaktion um ein Viertel abgebaut. 
Die Aktionärinnen und Aktionäre der Tamedia haben vor wenigen Wochen 32 Millionen in Form von Dividenden eingestrichen. Tamedia ist ein reiches Haus und könnte sich ohne weiteres auch ein paar Krisenjahre leisten. Doch davon ist nicht die Rede: Das Nachsehen haben die Angestellten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen der «Tagi» seinen guten Namen und das Haus Tamedia seinen Reichtum verdankt. 
Das Nachsehen haben aber auch die Leserinnen und Leser, denn mit den Journalistinnen und Journalisten wird beim «Tagi» auch die Qualität auf die Strasse gestellt.

Die Unterzeichnenden protestieren gegen den Abbau der Tagi-Redaktion. Sie fordern die Tamedia auf, die Kündigungen zu sistieren und mit den Betroffenen und den Gewerkschaften neue Verhandlungen aufzunehmen.

Die Unterzeichnenden protestieren gegen die Missachtung der Vorschläge der Personalkommission durch die Tamedia und gegen die Entlassung des Präsidenten der Personalkommission.

Die Unterzeichnenden solidarisieren sich mit der Tagi-Redaktion: Als Journalistinnen und Journalisten,  Kolleginnen und Kollegen, als Leserinnen und Leser des «Tages-Anzeigers».

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