Artikel drucken
2.06.09

Buchhandelskette Thalia: Halb geglückter Auftakt




Indirekte Lohnsenkungen und ausbleibende Anpassungen haben das Personal von Thalia Schweiz verärgert. Zudem hat sich der neue Geschäftsführer geweigert, an den Personalversammlungen teilzunehmen. Die Belegschaft reagiert mit einem offenen Brief und fordert mehr Dialogbereitschaft.
 
dl. Seit der Lohnrunde 09, die nur für wenige Angestellte Lohnerhöhungen brachte, ist das Personal bei Thalia Schweiz wütend und unzufrieden. Seit Jahren müssen die Angestellten Lohnsenkungen hinnehmen. Neu wurden nun auch noch die Rabatte für das Personal gekürzt, wie etwa der Rabatt für den Eigenbezug der Thalia-Gutscheine oder die Schweizer Bücherbons, was einer weiteren Lohnkürzung entspricht.

Nach verschiedenen Versammlungen und Gesprächen der Personalkommissionen mit der Geschäftsleitung sowie einem Brief an den Verwaltungsrat luden die Beschäftigten den neuen Geschäftsführer, Michele Bomio, Anfang April, gleich nach seinem ersten Arbeitstag, zu Personalversammlungen ein. Damit wollten die Angestellten die Möglichkeit schaffen, den neuen Geschäftsführer kennen zu lernen und ihm ihre Erwartungen zur Kenntnis zu bringen.

Leider lehnte Michele Bomio die Einladung ab. Mit dem offenen Brief bringen die Personalkommissionen und die MitarbeiterInnen nun zum Ausdruck, dass sie an der von Bomio angekündigten neuen Dialogbereitschaft interessiert sind, gleichzeitig aber die Aufnahme von Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) fordern. Gespräche über einen GAV zwischen comedia und der Geschäftsleitung von Thalia sind für den Sommer geplant.
 
Mehr zur Lohn- und Arbeitssituation bei Thalia finden Sie hier


ZurückZurück zu: Buch und Medienhandel