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Lohngleichheit - dranbleiben!

«m». Von 1996 an hatte sich der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau stetig verkleinert. Eindrückliche Sprünge waren zwar nicht zu verzeichnen gewesen und die Differenz blieb immer noch beschämend hoch. Aber sie wurde kleiner. Und nun plötzlich das: Der Abstand zwischen Männer- und Frauenlöhnen nimmt wieder zu. Am vergangenen 4. März machte die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) auf diese Problematik aufmerksam.

Über die gesamte Wirtschaft hingweg gesehen haben die Frauen gemäss Lohnstrukturerhebung 2008 mit einem Monatslohn von 5040 Franken (Medianlohn) 19,3 Prozent weniger verdient als die Männer mit 6248 Franken.

Der vom Gleichstellungsgesetz eröffnete Weg, das Recht auf gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit vor Schlichtungsstellen und/oder Gerichten einzufordern, erweist sich als sehr aufwendig und langwierig. Deshalb fordern die Gewerkschaften die Unternehmen auf, selbst aktiv zu werden. Sie sollen Löhne und Lohnstruktur überprüfen, jegliche Form von geschlechtsbedingter Lohndiskriminierung beseitigen sowie Löhne transparent gestalten und anpassen. Dazu sollten sie sich unter anderem am Lohngleichheitsdialog beteiligen, den die Dachverbände der Arbeitgebenden und -nehmenden sowie der Staat im März 2009 gestartet haben.

In einem offenen Brief an die drei höchsten Schweizerinnen forderte der SGB diese zudem auf, sich aktiv für Lohngleichheit einzusetzen.