Die Jugend der Gewerkschaften comedia und Kommunikation führten am 1.Mai gemeinsam ein Jugendforum durch. Das Jugendforum stand ganz im Zeichen des interkulturellen Austausches mit Schwerpunkt Islam. Das Forum, welches ca. eine Stunde dauerte, bot die Möglichkeit, sich auszutauschen und die verschiedenen Kulturen näher kennen zu lernen. Es entstand schnell eine offene Diskussionsrunde mit muslimischen und nichtmuslimischen Jugendlichen, die sehr spannend und interessant war.
Die 20 Teilnehmenden am Forum kamen zum Schluss, dass vor allem die Medien an viel Nervosität, Unsicherheit und Angst in der Bevölkerung schuld sind. Die Leute werden so gegeneinander aufgehetzt.
Der Alltag von muslimischen Frauen, die ein Kopftuch tragen, ist nicht viel anders als bei christlichen Jugendlichen. Sie werden jedoch oft extrem angeschaut und getrauen sich zum Beispiel nicht im Burkini schwimmen zu gehen, da sie sich zu vielen Blicken ausgeliefert fühlen.
Während und nach der Minarettabstimmung kam die muslimische Welt in der Schweiz plötzlich zur Diskussion. Das sei nicht nur negativ gewesen, betonte Fathima. Die Plattformen, die sich um Integration und um eine offene Partizipation kümmern, bekamen starken Zulauf, vor allem von nichtmuslimischen SchweizerInnen. Diese Plattformen, wie tuos, Ummah, nbci oder das Forum für einen offenen Islam, arbeiten intensiv an der Verbesserung für ein Leben miteinander in der Schweiz. Sie sind in Fragen und Problemen Ansprechperson, beraten Einzelpersonen oder Firmen und organisieren verschiedene Veranstaltungen.
Diskussionsrunden wie diese hier, fördern die Integration und das Näherkommen der verschiedenen Kulturen. Man soll einander offen ansprechen, vor allem beim Wissen von Neuem. Die Jugendlichen wünschten sich mehr Offenheit und Toleranz, damit alle in der Schweiz miteinander und nicht nebeneinander leben.