Die Verhandlungen für einen fairen, respektvollen Sozialplan sind umso wichtiger, als dass sie sich nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Zukunft drehen:
- um die Zukunft der Entlassenen, die oft Jahrzehnte für den «Tages-Anzeiger» arbeiteten.
- um die Zukunft des «Tages-Anzeiger» selbst, der im Herbst erneuert werden soll. Wie kann der verbleibenden Redaktion ein Neustart gelingen, wenn zuvor ein Viertel ihrer Kolleginnen und Kollegen in eine ungewisse Zukunft geschickt wurden?
- um die Zukunft der Zeitungsbranche insgesamt. Tamedia will die am wenigsten grosszügigen Passagen des Sozialplans bis Ende 2010 für das gesamte Unternehmen festschreiben - damit setzt sie den Standard für Entlassungen in sämtlichen Produkten ihres grossen Konzerns. Und als Marktführer für die gesamte Branche. Vielleicht bleibt Tamedia deshalb so hart: Was im «Tages-Anzeiger» verhandelt wird, bestimmt das Schicksal für alle Journalistinnen und Journalisten des Landes.
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